Entscheidungs-Qualitätsmanagement

Unternehmen messen und verbessern die Qualität ihrer Produkte und Prozesse. Finden Sie heraus, wie Sie dasselbe Prinzip auf die Qualität von wichtigen und wiederkehrenden Entscheidungen anwenden.

Begründung

Wenige Kompetenzen haben soviel Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens wie die Fähigkeit kluge und zügige Entscheidungen zu produzieren. Man fragt sich, warum sich bis heute noch kein "Entscheidungs-Qualitätsmanagement" etabliert hat. Weder in der Betriebswirtschaftslehre noch in der unternehmerischen Praxis.

Ich glaube, es gibt verschiedene Gründe dafür. Einige sind sicherlich:

  • Die oft lange Zeitspanne zwischen einer Entscheidung, ihrer Umsetzung und ihren Auswirkungen.
  • Die Varianz zwischen den verschiedenen Entscheidungen.
  • Die Schwierigkeit, Veränderungen den Entscheidungen zuverlässig zuzuordnen, andere Einflussfaktoren zu eliminieren.

Deshalb bleibt es - im besten Fall - bei einer individuellen Bewertung einzelner Entscheidungen.

Wie es funktioniert

Für den Einstieg in ein Entscheidungs-Qualitätsmanagement bietet sich an, vorhandene Ressourcen und Kompetenzen zu nutzen. Interne Experten im Qualitätsmanagement oder Lean/Six-Sigma verfügen über alle Werkzeuge, die benötigt werden.

Idealerweise sichern Sie sich für den Anfang zwei oder drei Arbeitstage pro Monat einer solchen Ressource.

Identifizieren Sie im nächsten Schritt ein wiederkehrendes Entscheidungsthema. Einige Kriterien für die Priorisierung von Themen:

  • Die wiederkehrende Entscheidung sollte möglichst häufig anstehen.
  • Die Zeit zwischen Umsetzung der Entscheidung und Wirkungseintritt sollte möglichst kurz sein.
  • Die Ursache-Wirkungszusammenhänge sollten möglichst klar sein.

Dies sind Priorisierungskriterien. Auch Entscheidungsthemen, die ein oder mehrere Kriterien schlecht erfüllen, können durchaus geeignet sein.

Erarbeiten Sie mit dem Qualitätsmanager und anderen Beteiligten nun

  • ein anfängliches Entscheidungsdesign (wie ist die Entscheidung zu treffen: Kriterien, Mechanik),
  • die wichtigsten Qualitätsparameter für den Entscheidungsprozess,
  • die wichtigsten Entscheidungsziele mit Indikatoren,
  • die Art der Ermittlung der Indikatoren nach Wirkungseintritt.

Arbeiten Sie nun daran, die Entscheidungskonsistenz zu verbessern, die Streuung über Zeit oder Personen zu reduzieren.

Wenn die Konsistenz genügt, arbeiten Sie daran das Erreichen der Zielindiktoren zu verbessern.

Nutzen Sie bei Ihrem Vorgehen die anderen SolidDecisions-Entscheidungsstrategien.

Ein praktisches Beispiel

Anbieten können sich für ein Pilotprojekt:

  • Personalentscheidungen
  • Projektauswahlentscheidungen
  • Beförderungsentscheidungen
  • Preisentscheidungen

... und eine Empfehlung für Sie

Initiieren Sie in Ihrer Organisation eine offene Diskussion über das Thema "Entscheidungsqualität". Versuchen Sie, ein Bewusstsein über die Wichtigkeit des Themas zu schaffen - und Vertrauen herzustellen, dass auch Entscheidungsqualität gemessen, bewertet und gesteigert werden kann.

Worüber möchten Sie mehr wissen?

Schreiben Sie uns doch einfach eine Email
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